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1:1 Mentoring

Manche Frauen merken schon nach den ersten Yogastunden bei mir, dass dort etwas anders ist.

Nicht, weil wir andere Asanas machen als andere oder die Stunden irgendwie besonders sind.

Nein, sie fühlen sich anders, weil sie zum ersten Mal erleben, wie es sich anfühlt, wirklich bei sich zu sein.

Sie merken, dass sie sich Pausen erlauben können, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Dass sie ihren Körper wahrnehmen und auf ihn hören, anstatt einfach durchzuziehen.

Dass sie freundlicher mit sich selbst umgehen, wenn mal etwas nicht sofort klappt.

Und irgendwann kommt fast immer dieselbe Erkenntnis:

“Auf der Yogamatte klappt das mittlerweile meistens ganz gut. Aber in meinem Alltag schaffe ich das irgendwie noch nicht.”

Die Yogamatte ist anders als der Alltag

Auf der Yogamatte bemerkst du inzwischen, wann dein Körper eine Pause braucht – und nimmst sie dir auch.
Im Alltag arbeitest du trotzdem weiter, obwohl du längst erschöpft bist.

Auf der Yogamatte erwischst du dich dabei, wenn du streng mit dir sprichst und wirst mitfühlender.
Zu Hause fällt dir erst hinterher auf, dass du dich den ganzen Nachmittag wieder selbst unter Druck gesetzt hast.

Auf der Yogamatte wird es langsam leichter, dich nicht ständig mit den anderen Teilnehmern zu vergleichen.
Im Alltag fällt es dir trotzdem noch schwer, Nein zu sagen, weil du Angst hast, was die anderen dazu sagen.

Wo der wirkliche unterschied ist

Es ist überhaupt nicht ungewöhnlich, dass sich das auf der Yogamatte alles leichter anfühlt als im Alltag. 

Auf der Yogamatte übst du in einem geschütztem Raum.

  • Du nimmst dir bewusst Zeit für dich.
  • Du wirst immer wieder daran erinnert, deinen Atem wahrzunehmen.
  • Du bist mit den Gedanken bei dir und darfst immer wieder sanft zurückkommen, wenn sie abschweifen.
  • Du spürst bewusst in deinen Körper hinein.
  • Du nimmst wahr, welche Bewegungen dir gut tun und entscheidest dich dafür.
  • Du lernst, mitfühlender mit dir selbst umzugehen, wenn etwas mal nicht so klappt, wie du es dir wünschst.

Und auch das klappt nicht sofort und beim ersten Mal.
Daran erinnere ich dich während der Stunde immer wieder.

Im Alltag ist das anders.

Dort sagt dir niemand, dass du gerade eine Pause brauchst.

Niemand erinnert dich daran, dass du schon wieder die Schultern hochgezogen hast oder den Atem anhältst.

Und wenn der Chef noch eine Aufgabe auf deinen Tisch legt, du gerade kochst, während dein Kind gleichzeitig etwas von dir möchte oder der Nachbar am Samstagmorgen ganz früh den Rasen mäht, obwohl du endlich einmal ausschlafen wolltest, dann ist es so viel schwerer, auch in diesen Momenten bei dir zu bleiben.

Du weißt zwar theoretisch, wie das geht, aber es klappt nicht – weil genau diese Situationen im Alltag mit dem Leben um dich herum bisher nie Teil deiner Praxis waren.

warum es im alltag nicht klappt

Du weißt inzwischen, wie sich das anfühlt, wenn du es anders machst und beim Yoga klappt es ja auch meistens. Aber im Alltag bekommst du es einfach nicht hin – und zwar, weil du genau diese Situationen im Alltag bisher nie geübt hast.

Deshalb reicht es nicht, einfach noch mehr Yoga zu machen.

Und es reicht auch nicht, dir zum hundertsten Mal vorzunehmen, dass du es dieses Mal wirklich anders machen willst.

Denn solange du nur auf der Yogamatte übst, bleibt das, was du gelernt hast, auch genau dort.

Die eigentliche Herausforderung beginnt erst dann, wenn das Leben dazukommt.

Wenn dein Chef etwas von dir möchte und du dich nicht traust, Nein zu sagen.

Wenn dein Kind weint und du nicht weißt, wie du gerade jetzt damit umgehen sollst.

Wenn dein Partner etwas sagt, das dich trifft und du zwischen auch etwas Gemeines sagen oder dich komplett zurückziehen schwankst.

Wenn du erschöpft bist und nicht weißt, ob das Grund genug ist, weniger zu machen.

Wenn du unter Druck gerätst und auf einmal alle guten Vorsätze über den Haufen wirfst.

Genau in diesen Momenten entscheidet sich, ob Yoga eine Stunde in der Woche bleibt – oder Schritt für Schritt Teil deines Lebens wird.

Deshalb begleite ich Frauen auch außerhalb der Yogastunde

Yoga endet für mich nicht, wenn du die Matte zusammenrollst, denn das Wichtigste passiert oft erst danach:

Und zwar nicht in dem Moment, in dem du bemerkst, dass dein Körper eine Pause braucht, sondern in dem Moment, in dem du am Dienstagmorgen im Büro sitzt und dich fragst, ob du sie dir jetzt auch wirklich erlaubst.

Nicht dann, wenn du auf der Yogamatte merkst, dass du mit dem Lärm von draußen viel besser umgehen kannst, sondern dann, wenn dir dein Partner richtig auf den Keks geht und du es nicht schaffst, jetzt trotzdem bei dir zu bleiben.

Nicht in dem Moment, in dem du auf der Yogamatte merkst, dass du gerade streng mit dir bist, sondern wenn dir derselbe Gedanke am Donnerstagabend alleine zuhause wieder begegnet.
Wie gehst du jetzt damit um?

Genau bei diesem Schritt begleite ich Frauen.

Damit das, was sie auf der Yogamatte über sich lernen, nicht nur eine schöne Erfahrung während der Yogastunde bleibt, sondern Schritt für Schritt zu etwas wird, das sie auch dann leben können, wenn der Alltag laut, chaotisch oder herausfordernd ist.

Denn genau dort beginnt für mich Yoga im eigentlichen Sinne:

Nicht auf der Yogamatte, sondern mitten im Leben.

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