Wer ich bin
Hallo, ich bin Natascha!
Yoga begleitet mich mittlerweile seit fast zwei Jahrzehnten.
Was damals als 17 Jährige in einem Präventionskurs für Rentner mit sanften Bewegungen begonnen hat, wurde mit der Zeit zu etwas ganz anderem.
Denn irgendwann habe ich gemerkt, dass die Momente, in denen ich mich beim Yoga ruhig, gelassen, zufrieden und mit mir verbunden gefühlt habe, oft auf der Yogamatte geblieben sind.
Sobald der Alltag wieder losging, fühlte sich vieles genauso an wie vorher – ich wusste zwar schon, dass es auch möglich war mich anders zu fühlen, aber das klappte irgendwie nur auf der Yogamatte.
Erst als ich begonnen habe zu verstehen, dass Yoga nicht nur aus Asanas, Atemübungen und Meditation besteht, sondern auch etwas darüber zeigt, wie wir mit uns selbst umgehen, hat sich meine Praxis verändert – und damit Schritt für Schritt über die Jahre auch mein Leben.
Heute unterrichte ich Yoga für Frauen, die sich nicht nur auf der Matte wohler fühlen möchten, sondern lernen wollen, das, was sie dort lernen, auch mit in ihren Alltag zu nehmen – damit sich nicht nur ihre Beweglichkeit verändert, sondern auch, wie sie ihrem Leben begegnen.
- Ich kenne das Gefühl, nach einer Yogastunde nach Hause zu fahren und zu denken: So möchte ich mich öfter fühlen.
- Ich kenne die Frustration, wenn dieses Gefühl im Alltag wieder verschwindet.
- Ich kenne die alten Muster, die wir unbewusst mit auf die Yogamatte bringen.
- Ich kenne die Suche nach der nächsten Methode, dem nächsten Buch oder der nächsten Ausbildung, in der Hoffnung, dass das jetzt wirklich etwas verändert.
- Und ich weiß, wie viel sich verändert, wenn wir einfach damit beginnen, uns selbst wirklich wahrzunehmen und genau das von der Matte mit ins Leben nehmen.
Mein Weg
Wenn ich heute auf meinen eigenen Weg zurückblicke, dann wundert es mich eigentlich nicht, dass ich Yoga am Anfang genauso gemacht habe wie alles andere in meinem Leben.
Ich habe viele Jahre Leistungssport gemacht: Schwimmen, Karate, Leichtathletik.
Ich war es schon immer gewohnt, durchzuhalten, mich anzustrengen und immer noch ein bisschen mehr aus mir herauszuholen.
Und genau so bin ich am Anfang auch auf die Yogamatte gegangen.
Ich wollte beweglicher werden, schwierigere Haltungen lernen, Fortschritte sehen.
Ich wollte gut darin sein.
Lange Zeit habe ich Yoga deshalb vor allem als etwas erlebt, das man macht.
Und ich wurde auch immer besser darin.
Mein Kopfstand wurde besser, meine Rückbeugen tiefer, die Asanas anspruchsvoller.
Was sich dabei aber nicht verändert hatte, war die Art, wie ich mit mir selbst umgegangen bin.
Ich bin regelmäßig über meine Grenzen hinausgegangen und habe weitergemacht, obwohl mein Körper längst Pause gebraucht hätte.
Wenn etwas nicht geklappt hat, habe ich verbissen daran gearbeitet, anstatt zu verstehen, dass ich vielleicht noch nicht so weit war.
Ich habe mit mir selbst geschimpft, mir gesagt, ich soll mich mal zusammenreißen, wenn ich einen Tag mal nicht so gut drauf war.
Ich habe ganz einfach dieselben Muster mit auf die Yogamatte genommen, die mich auch im Alltag begleitet haben.
Erst als ich das verstanden habe, hat sich meine Praxis verändert – und mit ihr auch die Art, wie ich heute unterrichte.
Denn heute glaube ich nicht mehr, dass die schwierigste Haltung automatisch die richtige ist.
Ich glaube, dass die richtige Haltung die ist, in der du dich selbst noch wahrnehmen kannst – ganz egal, wie das in genau diesem Moment aussieht.
Mein Ansatz
Wie ich heute unterrichte:
Manchmal wirst du nicht einmal richtig schwitzen und du wirst sicherlich nicht fix und fertig nach Hause gehen.
Denn die wirkliche Aufgabe ist in meinen Stunden nicht nur körperlich.
Mich interessiert viel mehr, wie du dir selbst begegnest, während du übst.
Ich möchte wissen, ob du auf deinen Körper hören kannst, wenn er dir sagt, dass sich das nicht gut anfühlt.
Ich freue mich, dass du Pausen nimmst, wenn du merkst, dass du eine brauchst –
Und ich wünsche mir, dass du diese Zeit auf der Yogamatte genau so nutzt, wie sie dir in genau dem Moment am meisten guttut.
Deshalb gibt es in meinen Stunden nicht die eine richtige Ausführung.
Du bekommst von mir immer:
- Wahlmöglichkeiten
- verschiedene Variationen
- die Ermutigung, Hilfsmittel zu nutzen
- die Einladung, in kleinen Momenten der Stille wirklich zu spüren, wie sich das gerade für dich anfühlt
An manchen Tagen bedeutet das, eine Haltung intensiver zu gestalten oder eine anstrengendere Variante zu wählen.
An anderen Tagen bedeutet es, eine sanfte Bewegung zu wählen und deinem Körper mehr Ruhe zu geben.
Du musst dich vor mir nie rechtfertigen, warum du dich für eine bestimmte Haltung entscheidest.
Wenn du mehr Pausen machst, Hilfsmittel nutzt und eine sanftere Variante wählst, bin ich zufrieden – weil ich sehe, dass du gelernt hast, wieder wahrzunehmen, was du gerade brauchst.
Warum mir das wichtig ist
Ich wünsche mir nicht, dass Yoga für Frauen einfach nur die nächste Aufgabe auf der To-do-Liste wird.
Ich möchte nicht, dass die Yogamatte zu einem weiteren Ort wird, an dem wir versuchen, alles richtig zu machen, durchzuhalten und uns selbst unter Druck zu setzen.
Davon haben die meisten von uns sowieso schon genug.
Deshalb geht es mir in meinen Stunden nicht darum, noch mehr Leistung aus Menschen herauszuholen.
Es geht mir darum, einen Raum zu schaffen, in dem sie für einen Moment anders mit sich selbst umgehen können.
Einen Raum, in dem sie lernen können, wieder wahrzunehmen, was sie brauchen.
Einen Raum, in dem sie auf das hören, was ihr Körper ihnen sagt.
Einen Raum, in dem sie ohne Rechtfertigung nur für sich und mit sich da sein dürfen.
Einen Raum, in dem sie die Stimme in ihrem Kopf und ihre Gedanken bemerken, ohne ihnen alles zu glauben.
Einen Raum, in dem sie erleben können, dass Yoga auch anders sein darf.
Und ich wünsche mir, dass genau diese Erfahrungen nicht auf der Yogamatte bleiben.
Denn wenn wir lernen, auf unseren Körper zu hören, unsere Grenzen wahrzunehmen und bewusster mit uns selbst umzugehen, dann verändert das nicht nur unsere Praxis.
Es verändert mit der Zeit auch die Art, wie wir unserem Leben begegnen.
Und weil ich selbst erlebt habe, wie viel leichter das Leben dadurch werden kann, wünsche ich mir genau das auch für all die Frauen, die zu mir kommen.
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